Die Gottesfrage – Gott oder nicht Gott?

Gott oder nicht Gott, Gott oder der Teufel – das ist hier nicht die Frage, denn ich möchte das Thema mal aus ganzheitlich non-dualer Sicht betrachten.

Ganzheitlich bedeutet, daß Alles mit Allem im Urgrund des Seins verbunden ist, so ähnlich, wie die Physiker überall die Hintergrundstrahlung wahrnehmen. Aus diesem Urgrund entstand Alles, was IST. Und es entsteht immer weiter. Der Ursprung liegt im Reich des Geistes, lebt und wirkt und drückt sein Selbst immer und überall aus. Er enthält und er erfüllt alle Dinge, und jede seiner Vibrationen und Manifestationen ist die Äußerung irgendeiner Phase seines Seins. Sein bedeutet ausdrücken, mit anderen Worten: in Erscheinung treten. Du kannst dir „Sein” nicht ohne Ausdruck vorstellen. Darum drückt sich Alles, was IST dauernd und unaufhörlich aus. Was könnte ES anderes ausdrücken, als Sein Selbst, da Es alles ist, was IST? Du kannst ES nicht sehen oder verstehen, aber du kannst verstehen, wenn ES dich mit einer Idee inspiriert. Da ES Alles ist, was Ist, muß also diese Idee, die unmittelbar von Ihm kommt, Teil oder Phase seines Selbst im Sein oder im Ausdruck sein.

Der "liebe" Gott sieht Alles.....
Der „liebe“ Gott sieht Alles…..

Was du auch wünschst – es kommt aus dem höheren Selbst: Es klopft an die Tür deines Gemüts und kündigt seine Absicht an, sein Selbst in dir oder durch dich zu offenbaren in der besonderen Weise, die durch diesen Wunsch angezeigt wurde. Was die Persönlichkeit des Menschen Wunsch nennt, ist aber die notwendige Aktion des höheren Selbst, der den Ausdruck seiner Idee in die äußere Erscheinung, d. h. ins Dasein drängt. Es ist die Notwendigkeit der Idee von seinem Selbst, zu sein oder sich auszudrücken. Darum kommt jeder wirkliche Wunsch, den du fühlst, jeder Wunsch deines Herzens, aus dem Sein und muß notwendigerweise irgendwann in der einen oder anderen Form erfüllt werden.

Die Zeit ist gekommen – vielleicht kannst du es erkennen – da du alles angehäufte Wissen beiseite schieben mußt, alle Lehren, alle Religionen, alle Autorität, alle äußeren Offenbarungen. Du erwachst gerade zu dem Bewußtsein der Gegenwart des höheren Selbst in deinem Inneren, zu der Tatsache, daß alle Autorität, alle Lehren und Religionen, die von irgendeiner äußeren Quelle kommen – wie hoch oder heilig auch immer – auf dich keinen Einfluß mehr haben können, es sei denn, sie werden ein Mittel, daß du dich nach innen zu deinem höheren Selbst wendest, zur entscheidenden Autorität in allen Fragen, ganz gleich welcher Art. Warum also im Vergangenen – in Religion, menschlichem Wissen oder in Erfahrungen anderer – nach der Hilfe und Führung suchen, die dein höheres Selbst allein geben kann? Vergiß alles, was gewesen ist. Das Vergangene ist tot. Warum deine Seele mit toten Dingen belasten? Genau so weit, wie du am Vergangenen festhältst, lebst du noch in der Vergangenheit und kannst nichts mit dem Sein an sich zu tun haben, das im immergegenwärtigen Jetzt lebt, dem Ewigen.

Was hat das mit „Gott“ zu tun? Nichts – Gott in der dualen, antropomorphen Form der meisten „Religionen“ ist nicht tot, es gibt „ihn“  gar nicht.

Ganzheitlich Sein
Ganzheitlich Sein

Das Problem ist, daß alle „Gottesnamen“ einen „Großen Geist“ ver-menschlichen. Das bedeutet aber auch automatisch, sich von der „Gottheit“ zu trennen. Und genau das ist der Kardinalfehler. Denn: „Alles, was IST“ ist ein fraktales System. Genau deshalb ist „Gott“ nicht etwas außerhalb von „uns“. Die Trennung von „Schöpfung“ und „Schöpfer“ ist falsch. Genau „wir“, wie wir gerade sind und das, was um uns herum „IST“, ist der momentane Ausdruck des „Göttlichen“.

„ES“ entfaltet sich und bringt sich in den Ausdruck.

Das Buch
Das Buch

Taschenbuch: 296 Seiten
Verlag: TWENTYSIX
Auflage: 1 (20. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3740728027
ISBN-13: 978-3740728021

Jetzt auch als E-Book: ISBN 9783740793203

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Shambhala – zurück im Paradies

Das verlorene Paradies. Eine tragische Geschichte, die von etlichen Religionen weidlich ausgeweidet wird. Was war denn das Paradies? Es war wohl der Zustand, den die „Menschheit“ als ausgeglichen, freudvoll und äußerst angenehm empfand. Eingebunden in die Natur, die alles bereitstellte, was sich die Menschen wünschten…..

Nachdem das schon ziemlich lange her ist, sind da wohl auch ein paar Sachen untergegangen bzw. falsch interpretiert worden. Es war wohl so, daß die frühe Menschheit noch nicht so arg vom überentwickelten Ego gebeutelt war. Es war wohl eher so ein unbewusstes „Einheitsgefühl“ mit der Natur. Ja – und auch die „Erkenntnis von Gut und Böse“ war wohl noch nicht so durchgedrungen. Genauso wenig wie die Erkenntnis der Unterschiede der Geschlechter. Man konnte also glücklich und zufrieden leben……

Aber wer hat jetzt die Leute aus dem Paradies rausgeschmissen? Nachdem Menschen im allgemeinen an nichts selber Schuld sind, hat man da was gebraucht. Eine „Übermacht“, gegen die man leider nichts ausrichten kann. Ja! Da hat man „Gott“ erfunden…..

Aber wie erfindet man sowas? Ganz einfach. Der eher unbewußte Umgang mit Natur, Sexualität und Gesellschaft wurde durch die zunehmende Entwicklung des Intellekts sehr viel anstrengender. Mit dem Intellekt hat sich auch das Ego entwickelt. Und dann überlegt man schon mal, was man da so um sich bemerkt und was man dafür tun kann, daß sein eigenes Ego bissl mehr abbekommt als die anderen. Und man hat Schlüsselerkenntnisse, die vorher nicht in dieser Form präsent waren. Man unterscheidet plötzlich zwischen ICH und die Anderen. ICH und die Natur. ICH und „Gott“.

Ja, es wird immer komplizierter. ICH sehe mich plötzlich nicht mehr als eingebunden in ein lebensspendendes System. ICH sehe mich jetzt als getrennt von alledem. Jetzt bemerke ich auch, daß es Dinge gibt, die gut sind für mich und Dinge die sind einfach nur schlecht für mich.

Der Baum der Erkenntnis von Gut und Boese
Der Baum der Erkenntnis von Gut und Boese

Es war also nicht der Apfel, auch nicht Eva und schon gar nicht Satan oder Gott, die den Menschen aus dem Paradies gejagt haben. Es war der Mensch selber.

Die Trennung von der „Schöpfung“, oder die Trennung von „Allem, was IST“, die ist das Problem. Nur was „gut“ ist für MICH, das ist wirklich gut. Das kann natürlich jederzeit was anderes sein. Besonders gut ist, wenn man viel Macht und Geld anhäuft und wenn einem die Frauen zu willen sind. Mitreden sollen sie nicht.

Die Natur beuten wir auch aus, da kann man viel „gewinnen“. Damit die Leute meine Machtspielchen auch mitmachen, hilft mir natürlich mein „Gott“. Der ist sehr mächtig und wirkt aus dem ebenfalls dazuerfundenen „Jenseits“. „Gott“ sei Dank gibt es Menschen, die wissen genau, was dieser „Gott“ von uns will. Kurzum, es ist genau das entstanden, was sich jetzt gerade um uns herum entfaltet.

Wie kommen wir aus der tödlichen Nummer wieder ‚raus?

Eigentlich ist das viel einfacher, als man gemeinhin so denkt. Wir müssen nur unseren vermeintlich hochentwickelten Intellekt bissl bemühen und wir müssen erkennen – vielleicht geht das auch noch mit bissl nachdenken – daß wir tatsächlich gar nicht getrennt sind, von unserer Umwelt! Und wenn wir uns noch bissl mehr Mühe geben, können wir erkennen, daß diese „Natur“ immer noch alles bereitstellt, was wir brauchen. Wir müssten uns nur wieder „einklinken“, in das Leben MIT der Natur.

Ich Bin - Kreuz
Ich Bin – Kreuz

Dazu müssen wir allerdings auch unserem Ego klar machen, daß es eben NICHT getrennt ist, von „Allem, was IST“. Und wenn das schon mal klar ist, müssen wir auch nicht mehr GEGEN alles mögliche für unseren ganz persönlichen, eigenen Vorteil GEGEN alle Anderen kämpfen.

Man kann dann plötzlich erkennen, daß es miteinander und mit der Natur ein sehr viel schöneres Leben gibt. Und weil alles „EINS“ ist, mit Allem, was IST, braucht man auch keinen Gott und keinen Teufel mehr, auf die man alles abschieben kann.

Und – schwupps – da ist es wieder, das Paradies! Es geht auch mit Verstand. Nur ein ganzheitliches Bewusstsein müssen wir entwickeln. Sonst geht’s halt wieder nicht.

 

Das Buch
Das Buch

Taschenbuch: 296 Seiten
Verlag: TWENTYSIX
Auflage: 1 (20. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3740728027
ISBN-13: 978-3740728021

E-Book: ISBN 9783740793203

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