Die keltisch-vedische Verbindung

Schon lange vor den Römern gab es hier in Mitteleuropa eine Hochkultur, die sich über ganz Europa ausbreitete und einige Jahrhunderte andauerte – aber ohne Imperiales Gehabe…….

 

Die Einheit in der Dreiheit
Die Einheit in der Dreiheit

Das ursprüngliche Keltentum – vor der Anpassung an das Imperium – basiert auf einem anderen Humanismus, auf einer anderen Art, die Dinge zu sehen, auf einer anderen Art, zu leben, auf einer anderen, ganzheitlich-integralen Methode, zu denken. Nachdem man dieses integrale Weltbild 2000 Jahre lang massiv und mit allen verfügbaren Mitteln unterdrückt hat, wäre es an der Zeit, dort wieder anzuknüpfen. Mir scheint, es ist überlebenswichtig.

Der vornehmste und konzentrierteste Ausdruck des Keltentums war das Druidentum. Aufgrund der berühmten Reaktion von Brennus, dem Führer der Gallier auf dem Zug durch Griechenland, als er in jenem Tempel auf das Bild zweier griechischer Götter stieß, darf man sicher sein, daß die Druidenlehre keine Darstellung der Gottheit in Menschengestalt zugelassen hat. Wenn man Diodor von Sizilien (Fragm. XXII) glauben will, ist es im Grunde völlig ausgeschlossen, daß die Kelten ihre Götter in dieser Form hätten darstellen können.

Er sagt nämlich: »Brennus brach in Lachen aus angesichts der Tatsache, daß man den Göttern menschliche Gestalten zugemutet und sie aus Holz und Stein hergestellt hatte.« Diese Passage läßt keinen Zweifel zu. Aus dem Verhalten von Brennus spricht einerseits die Ablehnung einer menschlich-figürlichen Darstellung der Götter und andererseits die Unmöglichkeit, sie sich überhaupt als menschliche Wesen vorzustellen.

Wer sind aber dann diese göttlichen Gestalten, die sich in den mythischen Erzählungen organisieren, bekämpfen, berauschen, begatten und töten? Wenn man an die Reaktion des Brennus denkt, dann können dies konsequenterweise keine Götter sein.

Die Keltische Kultur begann in ihren Ursprüngen so vor etwa 3000 Jahren, es kann auch schon viel früher gewesen sein. Da wanderte ein unbekanntes Volk wohl aus dem Nordosten kommend in Mitteleuropa ein. Ohne großartige kriegerische Aktivitäten vermischte es sich mit der dort ansässigen Megalithkultur. Es entwickelte sich eine gemeinsame protokeltische Kultur.

Vor etwa 2500 Jahren hat sich daraus die keltische Hochkultur entwickelt, die sich in der Folge in ganz Europa ausgebreitet hat. Sie erstreckte sich von Schottland/Irland bis Norditalien und von Portugal/Spanien bis in die heutige Türkei und war schon mal ein kulturell vereinigtes Europa, das damals schon Welthandel betrieben hat. Keltische Händler wurden sogar in der Wüste Taklamakan ausgegraben. Zu dieser Zeit gab es vor etwa 2500 Jahren global gesehen eine spirituelle Entwicklung, die deutlich hin zum ganzheitlich non-dualen Denken ging, was sehr präzise formuliert in den indischen Veden, bei dem Chinesen LaoTse, in der alten Theologie von Memphis der Ägypter und auch bei den keltischen Druiden zum Ausdruck kam. Voraussetzung dafür ist allerdings, daß das individuelle Ego unter die Kontrolle des „höheren Selbst“ kommt.

Kennzeichnend war die Integration von Spiritualität (nicht Religion), ganzheitlich non-dualer Philosophie und weltlicher Macht in einer Form von Gewaltenteilung zwischen dem sogenannten „Druiden“ und dem „Fürsten“. Es war auch kein imperiales Gebilde, sondern ein Verbund von Regionen, der durch das Netzwerk der Druiden gesteuert wurde. Es gab keine Zinswirtschaft, es wurde mit Realien gehandelt. Männer und Frauen waren gleichberechtigt, Frauen konnten sowohl „Fürstin“ als auch „Druidin“ werden, wenn das auch naturgemäß eher selten der Fall war.

Die keltische Kultur war in Europa führend in Philosophie, Technologie und sozialer Organisation. 380 v.u.Z. eroberten die Kelten Rom und gaben es (leider) gegen Lösegeldzahlung wieder frei. Um 200 v.u.Z. hatte das keltische Europa umfangreiche Handelsbeziehungen in alle Welt. Große und auch sehr große befestigte Ansiedlungen wurden gebaut, zumeist deutlich mächtiger in der Ausführung als tausend Jahre später ihre mittelalterlichen Nachfolger.

Keltische Festung - 200 vuZ.
Keltische Festung – 200 vuZ.
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Die Reste – 2,5 km. Die Mauer war 10 m dick und 12 m hoch……

Wie es aussieht, hatten die Kelten mit dem Ende der Hallstatt-Zeit ihre hierarchischen Sonnenfürsten abgesetzt (Die mit den Prunkgräbern) und ein dezentrales System mit Gewaltenteilung installiert. Der jeweilige regionale „Fürst“ als Exekutivgewalt mußte sich die Führung mit seinem Druiden teilen. Das wurde dann auch von den Druiden europaweit koordiniert. Es gab in der Hochzeit der Kelten kein einziges keltisches Königreich. Das einzige, relativ spät gegründete war das Norikum, in etwa das heutige Österreich, die haben aber auch die keltischen High-Tech-Waffen an die Römer verkauft.

Das keltische Europa geriet in Konkurrenz zum sich entwickelnden römischen Imperium. Dieses war völlig konträr zum keltischen Ansatz strukturiert, zentralistisch, monarchisch und auf kriegerische Expansion mit anschließender Ausbeutung der so gewonnenen Kolonien ausgerichtet. Es entwickelte sich eine Führungsschicht des Geldadels.

 

Celtic-Vedic-Connection
Celtic-Vedic-Connection

The Celtic – Vedic Connection

Shiva und Shakti – Polarität, Bewußtheit und Energie

Shiva und Shakti sind sogenannte „Gottheiten“ der indisch-vedischen Spiritualität. Shiva symbolisiert Bewußtheit, das männliche Prinzip. Shakti symbolisiert die aktivierende Energie des weiblichen Prinzips. Aber nicht nur das, Shakti ist auch der Begriff dafür, daß jede vedische Gottheit eine „Shakti“ an seiner Seite hat, ohne die er nicht wirken könnte……

Das war und ist das tragende Prinzip jeglicher echten spirituellen „Bewegung“ – bis die organisierten Religionen kamen und das weibliche Prinzip verteufelten…… Besonders die sogenannten „Buchreligionen“.

Shakti ist immer da, wenn Kraft aktiviert wird und überall da präsent, wo Energie gefragt ist. Sie ist Energie, Kraft, Bewegung, Veränderung, Natur. Sie ist das weibliche Prinzip, Versorgerin im Überfluß. Sie gibt Nahrung, Wärme und Sicherheit – es gibt keine größere Liebe als die Mutterliebe.

Shiva wird immer mit einem Dreizack dargestellt, der die Trinität des spirituellen göttlichen Prinzips, der Seele und es Körpers repräsentiert. Er ist als Gegenpol von Shakti reines Bewußtsein – Der ewig unveränderliche, unbegrenzte und unbeeinflußbare Beobachter. Er hat keine eigenen Wünsche oder Bedürfnisse. Er ist die reine Leinwand, auf der Shakti ihren farbenfrohen Film entwickelt.

Shiva und Shakti
Shiva und Shakti

Shiva und Shakti sind Manifestationen des ganzen göttlichen Bewußtseins wie zwei Seiten einer Medaille. In vielen Bildern werden sie als halb männlich, halb weibliche Gestalt abgebildet. Links die göttliche Mutter, die weibliche Energie, rechts das männliche Bewußtsein. Die Spaltung des uranfänglichen Prinzips zu Beginn der Schöpfung brachte die elementare Polarität des Lebens hervor, zusammen mit der ebenfalls elementaren Anziehungskraft, sich wieder mit dem anderen Teil zu vereinigen. Nur wenn Shiva und Shakti zusammen agieren, kann Bewegung und Schöpfung stattfinden. Solange Energie nur mit Bewußtsein behaftet ist, ist sie hilflos, blind und orientierungslos. Energie alleine bringt auch nichts hervor. Bewußtsein alleine verharrt im Sein und seiner ursprünglichen Ausrichtung. Umgekehrt ist Bewußtheit ohne Energie eine schlafende Kraft, die von sich aus auch nichts bewirken kann.

Das OM - Symbol
Das OM – Symbol

Die Beziehung von Shiva und Shakti wird oft fälschlich wie eine Mann-Frau Beziehung interpretiert. Sexualität ist etwas vollständig natürlich-materielles. Wenn man Sexualität und Spiritualität vermischt, entstehen leicht Mißverständnisse. In der Sexualität geht es um die Vereinigung von Mann und Frau. In der Spiritualität geht es um die Vereinigung des menschlichen und des göttlichen Bewußtseins. Erst die heilige Hochzeit wie auch die ganzheitlich spirituelle Sexualmagie kombinieren beides…..  https://www.yoga-vidya.de/tantra/tantra-philosophie-shiva-und-shakti/

Shiva und Shakti sind auch in jedem von uns als das männliche und weibliche Prinzip präsent. Das zeigt Wirkung auf der physischen Ebene und ist die eigentliche Ursache von erotischer Anziehungskraft. Im männlichen Wesen ist eine Neigung zum weiblichen, im weiblichen Wesen ist eine Neigung zum männlichen. Dadurch wird das männliche Bewußtsein vom weiblichen angezogen – und umgekehrt. Ist dieses innere Verhältnis ausgeglichen, ist auch keine sexuelle Neigung vorrangig. Neigt das innere Verhältnis im Mann zum Männlichen, oder in der Frau zum Weiblichen, entsteht die Neigung zu einem homosexuellen Partner.

Vereinigt man die innere Polarität im ganzheitlichen, absoluten Bewußtsein, verbleiben keine Begierden mehr, denn wir realisieren den Ausgleich der Polaritäten. Das Wissen, der Wissende und das Objekt des Wissens werden eins. Sorgen verlieren ihre Bedeutung, die heitere Gelassenheit des Seins stellt sich ein wie auch die bedingungslose Liebe, grenzenloses Mitgefühl und Verständnis für alle lebenden Wesen.

Solange das Bewußtsein mit dem physischen Körper verbunden ist, ist es unmöglich im 8. Chakra zu bleiben und so kehrt es zurück auf die Ebene des höheren Selbst im Herz-Chakra. Eine erwachte Person denkt, fühlt und handelt immer auf dieser Ebene. Eingebettet in ewige Liebe und Glückseligkeit, ist so eine Person sich immer ihrer unsterblichen Seele im Ozean der Glückseligkeit bewußt und ihr Bewußtsein ist immerwährend mit dem göttlichen Bewußtsein verbunden.

Shakti ist die weibliche Liebe des göttlichen Ursprungs, die uns mit Wärme, Fürsorge und Schutz umsorgt. Shiva ist die väterliche Liebe des göttlichen Ursprungs, die uns mit Bewußtheit, Klarheit und Wissen versorgt.

Ich wünsche euch den Segen der göttlichen Mutter, die in euch wohnt als Energie und Vitalität und den Segen eures göttlichen Vaters, der in euch wohnt als Bewußtsein und Wissen. Ihre Fürsorge, ihr Schutz und ihre Anleitung bringe euch zu kosmischer Bewußtheit.

 

Das Buch
Das Buch

Zweite, neu bearbeitete Auflage!

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Twentysix (11. Mai 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 374073020X
  • ISBN-13: 978-3740730208

https://www.thalia.de/shop/home/suchartikel/ID65258651.html?sq=374073020X

https://www.amazon.de/Das-verlorene-Geheimnis-Sexualit%C3%A4t-Mainstream/dp/374073020X/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1494667142&sr=8-2&keywords=das+verlorene+geheimnis+der+sexualit%C3%A4t

 

Die Veden – eine ganzheitliche Lehre

Die Vedischen Schriften:

„ICH weile im Herzen aller Lebewesen, und von mir kommen Erinnerung, Wissen und Vergessen. Das Ziel aller Veden ist es, Mich zu erkennen. Ich bin der Verfasser des Vedānta, und ich bin der Kenner der Veden.“ (Bhagavad-gītā 15.15)

 

Om
Om

 

Die Bhagavad-Gita

Bhagavad-Gita (Bhagavad-Gītā), „Bhagavad“ leitet sich aus Bhagavanab, was soviel bedeutet wie der Besitzer aller Füllen. Gita heisst Gesang. Wörtliche Übersetzung: Der Gesang dessen, der alle Füllen besitzt. Die Bhagavad-Gita ist eine Selbstdarstellung Krishnas (Eine Aspekt des Göttlichen) und seiner Kräfte. Sie ist Teil des grossen Epos Mahabharata. http://www.bhagavad-gita.org/index-german.html

Die Ashtavakra-Gita

Die Ashtavakra-Gita ist ein alter Sanskrittext von höchstem Wissen und höchster Weisheit. Man schätzt sie auf etwa 500 v.u.Z. In der westlichen Welt ist diese Schrift nahezu unbekannt. http://www.ashtavakra.de/

“Wie kann Wissen erlangt werden? Wie kann Befreiung erreicht werden? Wie ist Nicht-Anhaftung möglich?” fragt König Janaka den Weisen Ashtavakra.

Du bist weder Erde, noch Wasser, noch Feuer, noch Luft, noch Raum.

Du bist der Beobachter dieser fünf Elemente als Bewusstsein.

Dies zu verstehen, ist Befreiung.

Wenn Du dich von der Identifikation mit dem Körper befreist und entspannt in und als Bewusstsein verweilst, wirst Du in genau diesem Moment glücklich sein, in Frieden, frei von Bindung.

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Die Vedischen Schriften enthalten mehrere Textschichten, die zum Teil miteinander verwoben sind. Die ältesten, die Samhitas (Hymnen), entstanden um 1200 bis 900 v.Chr. Zu ihnen gehören die

Die Rigveda, die 1028 Hymnen enthält, insgesamt über 10.000 Verse

Die Samaveda, hauptsächlich umgeordnete Verse aus dem Rigveda

Die Yajurveda (Krishna und Shukla): Prosa, hauptsächlich Mantras

Die Atharvaveda: magische Formeln, Hymnen und Mantras.

Rigveda, Samaveda und Yajurveda zusammen bilden das dreifache Wissen, das später durch die Atharvaveda ergänzt wurde.

So um 800 bis 600 v. Chr. entstanden die Brahmanas, Texte für Opfer- und andere Rituale.

Aus den Jahren 700 bis 500 v. Chr. stammen die Upanishaden, was wörtlich bedeutet: sich um den Lehrer herum setzen. Es sind spirituelle Weisheiten, die zumeist im direkten Austausch zwischen Lehrer und Schüler vermittelt wurden.

Die Upanishaden gelten als Grundlage für die yogische und hinduistische Philosophie Indiens.

Die Veden sind direkte intuitive Offenbarungen und werden als gänzlich übermenschlich betrachtet, ohne einen bestimmten Autor. Der Ausdruck Veda stammt von der Wurzel Vid, wissen. Das Wort Veda bedeutet Wissen, auf Schriften übertragen, kennzeichnet es ein Buch des Wissens.

Die Veden sind in vier große Bücher unterteilt: in Rig-Veda, Yajur-Veda, Sama-Veda und Atharva-Veda.

Die Upanishaden sind der wichtigste Teil der Veden. Die Upanishaden sind sozusagen die Essenz der Veden. Die Upanishaden sprechen von der Identität des Individuums, von der individuellen Seele und von der Höchsten Seele. Die Upanishaden sind der schlussfolgernde Teil der Veden oder das Ende der Veden. Die auf ihnen basierende Lehre wird Vedanta genannt. Die Upanishaden sind Kern und Ziel der Veden. Sie bilden die Grundlage des Hinduismus.

Die Veden sind also wohl die ältesten Schriften des Hinduismus und die ältesten religiösen Texte in einer indoeuropäische Sprache. Die Autorität der Veden als grundlegende Wahrheiten des Hinduismus wird bis zu einem gewissen Grad durch alle Hindus angenommen.

Die Veden sind die Literatur der Arier, die Nord-West-Indien um 1500 v. Chr. erobert haben und beziehen sich auf das Feuer-Opfer, welches Mittelpunkt ihrer Religion war. Das Ende der vedischen Periode ist etwa 500 vuZ. anzunehmen.

Götter und Opfer

Im vedischen Opfer werden durch Hymnen oder Mantras ein Gott oder Götter angerufen. Angebote von Nahrung, Butter oder Soma sind vorbereitet, das Feuer dient als ein Vermittler zu den Göttern. Die Gesamtzahl der Götter soll 33 sein, obwohl in den Vedischen Schriften mehr als 33 Götter erwähnt werden. Die Hauptarten der vedischen Götter sind himmlische, atmosphärische und terrestrische Götter.

Die wichtigsten Götter sind Agni, der Gott des Feuers, er spielt eine zentrale Rolle im Opfer, und Indra, der Kriegs- und Donner-Gott. Es gibt auch mehrere solare Gottheiten, einschließlich Surya, Savitri, Pushan und Vishnu. Varuna ist der alles sehende Gott der Gerechtigkeit und Hüter der kosmischen Ordnung. Soma verkörpert die Pflanze, deren berauschender Saft als eine Opfergabe angeboten wird.

Im Laufe der Zeit wurden die Opfer zunehmend aufwendiger und die Priester wurden – wie in jeder Religion – hochgezüchtete Spezialisten.

Das Kastenwesen des Hinduismus

Die Wurzeln des Kastensystems gehen bis 1500 vuZ. zurück, als indogermanische Gruppen nach Indien einwanderten. Die indogermanischen Priester führten eine erste einfache Kastenordnung ein, die dann um 100 vuZ durch ein Gesetzbuch festgeschrieben wurde.
So wurden die vier großen Kastensysteme geschaffen, die noch heute bestehen. Tja – dann wurde wieder Religion draus gemacht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…….

Zunächst die Brahmanen: An der Spitze dieser Ordnung stehen die Brahmanen, die irdischen Götter.
Kschatrija: An zweiter Stelle steht die Kaste der Krieger
Waischia: An dritter Stelle folgt die Kaste der Bauern und Händler.
Schudra: Die vierte Kaste, die der Arbeiter, ist zum Dienst für die drei höheren Kasten verpflichtet, besonders für die Kaste der Brahmanen.
Harijans: Die fünfte Kaste der Kastenlosen oder Unberührbaren stehen in der sozialen Ordnung noch weit unter der Kaste der Schudra. Hier sammeln sich Ausgestoßene, die wegen religiöser oder sozialer Vergehen aus ihrer ehemaligen Kaste ausgestoßen wurden.

In eine Kaste wird man geboren und der Brauch verlangt, nur Mitglieder der gleichen Kaste zu heiraten. Durch die Vorstellung von Samsara und Karma (Wiedergeburt entsprechend der Taten eines vorherigen Lebens) konnte sich das Kastensystem im hinduistischen Kulturraum festigen.

Die vier ursprünglichen Kasten wurden im Laufe der Jahrhunderte immer weiter unterteilt. Man schätzt, das es mittlerweile zwischen 2000 und 3000 unterschiedlichen Kasten gibt. Auch wenn das Kastensystem inzwischen per Gesetz abgeschafft wurde, besteht es den Köpfen vieler Hindus unterschwellig immer noch weiter.

 

Spiritualität, Religion und das wirkliche Leben

Im Anfang war der Urgrund des Seins, das Wesen, das nicht genannt werden kann. Es ist nicht „Gott“, obwohl man es als göttlich bezeichnen könnte. Es enthält „Alles, was Ist“, was wir als Universum bezeichnen und auch das, was wir uns gar nicht vorstellen können. Dieses „Wesen“ ruht in sich selbst.

 

Spiritualität

Spiritualität (von lat. spiritus – „Geist, Hauch“ bzw. spiro – „ich atme“) bedeutet im weitesten Sinne Geistigkeit und kann eine auf Geistiges aller Art oder im engeren Sinn auf Geistliches in spezifisch religiösem Sinn ausgerichtete Haltung meinen.

Die Bedeutungsinhalte der Spiritualität sind vom weltanschaulichen Kontext abhängig, beziehen sich aber immer auf eine immaterielle, nicht sinnlich fassbare Wirklichkeit (Gott, Wesenheiten, etc), die dennoch erfahr- oder erahnbar ist (Erwachen, Einsicht, Erkennen) und die der Lebensgestaltung eine Orientierung gibt. Zu unterscheiden sind hier eine suchende Haltung von einer glaubend annehmenden bzw. einer wissend erkennenden Haltung.

Ich Bin - Kreuz
Ich Bin – Kreuz

Bewußt Sein

Bewusstsein ist ein oft benutztes Wort, wenn es um Spiritualität geht. Aber was genau ist Bewusstsein, wann ist jemand bewusst und damit auch spirituell?
Bewusstsein wird meistens mit Wissen verwechselt, ist tatsächlich aber viel mehr, nämlich das Ergebnis von Verstehen, Handeln und Empfinden, von Körper und Kopf, von Bauch und Intuition. Es ist erforderlich, etwas wirklich und tief zu verstehen und es darüber hinaus auch gefühlsmäßig zu erfassen und zu verarbeiten. Nur die konkrete Erfahrung über das Handeln führt dann zu echtem Verstehen und entsprechender Gefühlsprägung bzw. Gefühlserfassung. Spiritualität ist keine Beschränkung auf vergeistigtes Meditieren, sondern vielmehr aktives Leben mit Geist, Herz und Verstand!

Transzendenz

Ein im Zusammenhang mit Spiritualität fast ebenso häufig benutztes Wort wie Bewusstsein ist Transzendenz. Wer sich für spirituell oder esoterisch hält bzw. ist, nimmt dieses Wort gerne in den Mund. Es klingt in der Tat beeindruckend, doch was bedeutet es?
Lateinisch transcendere heißt so viel wie über etwas hinausgehen, überqueren, überwinden und erhöhen. Transzendieren bedeutet in Anlehnung an seine lateinischen Sprachwurzeln daher allgemein, etwas in eine höhere, geistigere Form zu bringen oder auch sich selbst in solche Sphären, Welten und Bewußtseinszustände zu begeben. Transzendent ist alles, was sich der normalen, sinnlichen Wahrnehmung entzieht. Engel beispielsweise sind daher transzendente Wesen. Transzendieren ist immer eine Form von nicht-intellektueller Vergeistigung und daher stets ein Akt der Spiritualität. Ein solcher Akt drückt Spiritualität aus und bewirkt sie zugleich.

Spiritualität und Selbst-Werdung

Spiritualität und Selbst-Werdung setzt voraus, dass vorher Ich-Werdung stattgefunden hat. Es gibt da keine Abkürzung. Viele Suchende betreiben Weltflucht, statt sich ihren Themen und verdrängten Ich-Wünschen zu stellen. Ich-Werdung ist sinnvoll, natürlich und gut. Nur wer in allen Ehren ein echter Mensch geworden ist und diese Schale bis zur Neige ausgetrunken hat, kann ein authentisches Selbst und echte Spiritualität entwickeln. Dass viele an dieser Schale hängen bleiben und nicht nur noch eine zweite und dritte haben wollen, sondern ganz viele Schalen – jedenfalls mehr als alle Anderen – ist ein anderes Problem.

Trotzdem, nur aus einem Saulus kann ein heiliger Paulus werden. Nur eine fertig entwickelte Raupe kann sich zu einem Schmetterling verwandeln. Nur wer ein Ich hat, hat etwas, das sich in ein Selbst verwandeln kann und nur ein stabiles Ich kann Werkzeug des Selbst werden. Wer spirituell leben und werden möchte, sollte sich fragen, ob er denn schon ein Ich geworden ist.

Das Selbst ist eine Art höheres Ich, deshalb wird es bisweilen auch Höheres Selbst genannt. Es ist im Gegensatz zum Ich das Ganze, es sieht das Leben aus einer höheren, ganzheitlichen Perspektive. Das Selbst ist der spirituelle Kern in jedem Menschen, manche definieren es auch als die Seele.

Das Höhere Selbst verhält sich zum Göttlichen wie ein Sonnenstrahl zur Sonne. Es ist ein kleiner, individueller göttlicher Funke, ein Fraktal des Göttlichen und ist Spiritualität. Es betrachtet die verschiedenen Leben wie Rollenspiele und ist sich ihrer aller gleichzeitig bewußt, da es multidimensional ist. Es ist nicht wie das Ich hypnotisch fixiert auf ein bestimmtes Leben. Das Selbst bringt das Ich „nach Hause“, es ist die Instanz in uns, die quasi von Berufs wegen spirituell orientiert ist und Spiritualität in allen individuellen Facetten verkörpert.

Zunächst nimmt das Ich Kontakt auf mit dem Selbst, dann beginnt es sich mit ihm zu identifizieren und letztlich wird es eins mit ihm. Das Ich wird jedoch auch in fortgeschrittenen Phasen nicht völlig aufgesogen. Solange man als Mensch lebt, geht es nicht ohne das Ich. Es wird mit zunehmender Spiritualität zwar immer mehr zum Gesandten, Diener und Ausführenden des Selbst, behält aber seine Individualität. Das ist, als ob das Sonnenlicht durch ein individuelles Prisma oder Brennglas fällt und dadurch gebündelt wird zu einem Brennpunkt des Göttlichen.

Das Göttliche ist Alles was IST

Das Göttliche ist Alles was IST, war und immer sein wird – deshalb ist das Selbst immer schon Teil des Ganzen. Das Selbst ist der innerste transzendente Teil von dir, der stets in Resonanz mit der Wahrheit ist, die Wahrheit erkennt und selbst Teil der Wahrheit ist. Der Teil in dir, der immer schon ist, war, und immer sein wird.

 

Alles, was IST
Alles, was IST

Deshalb brauchst du keinen anderen Lehrer oder Meister – hat dich dein höheres Selbst denn nicht immer mit Allem versorgt was Du je für deine Entwicklung gebraucht hast, sei es Buch oder Lehre, Lebensumstände oder Erfahrungen?

Dein göttliches Selbst in Dir das DU selber bist?

Aus meiner Sicht und meiner persönlichen Erfahrung ist also organisierte Religion in der Phase des EGO-Wahn begründeten Imperialismus ein Mittel zur Machtausübung, zur Beherrschung der Massen geworden. Daß das nicht immer so war, zeigen folgende Zitate aus den Urschriften der Weltreligionen und Philosophien. Moderne integrale Konzepte finden jedoch derzeit den Weg dahin wieder.

Die Vedischen Schriften

Die ASHTAVAKRA GITA ist ein alter Sanskrittext von höchstem Wissen und höchster Weisheit. Man schätzt sie auf etwa 500 v.u.Z. In der westlichen Welt ist diese Schrift nahezu unbekannt. “Wie kann Wissen erlangt werden? Wie kann Befreiung erreicht werden? Wie ist Nicht-Anhaftung möglich?” fragt König Janaka den Weisen Ashtavakra.

 

Das OM-Symbol
Das OM-Symbol

„Du bist weder Erde, noch Wasser, noch Feuer, noch Luft, noch Raum.Du bist der Beobachter dieser fünf Elemente als Bewusstsein.

Dies zu verstehen, ist Befreiung.

Wenn Du dich von der Identifikation mit dem Körper befreist und entspannt in und als Bewusstsein verweilst, wirst Du in genau diesem Moment glücklich sein, in Frieden, frei von Bindung.“

Laotse – Tao Te King

Das Buch vom Weltgeschehen und seinem Wirken, eines der großen Weisheitsbücher der Menschheit, verfasst etwa 600 v.Chr. durch den chinesischen Weisheitslehrer Laotse:

 

Laotse-Darstellung
Laotse-Darstellung

„Das Wesen / das begriffen werden kann

Ist nicht das Wesen des Unbegreiflichen.

Der Name / der gesagt werden kann

Ist nicht der Name des Namenlosen.

Unnambar ist das All-Eine / ist Innen.

Nambar ist das All-Viele / ist Außen.

Begehrdenlos ruhen / heißt Innen erdringen.

Begehrdenvoll handeln / heißt beim Außen verharren.

All-Eines und All-Vieles sind gleichen Ursprungs

Ungleich in der Erscheinung.

Ihr Gleiches ist das Wunder / Das Wunder der Wunder

Alles Wunder-Vollen Tor.“

 

Die Lehre Buddhas

Gautama Buddha – Gautama Siddharta (auch: Gautama Shakyamuni oder Buddha Shakyamuni = aus dem Shakya-Klan), lebte etwa 600 Jahre vor Jesus. Es ist interessant, jedoch kaum bekannt, daß indische Könige buddhistische Missionare in alle Welt gesandt haben, um die Lehre Buddhas zu verbreiten. Auch zur Zeit Jesu war in Alexandria mindestens eine buddhistische Missionsstation.

 

buddha

 

„Buddhas Weisheit ist so weit wie der Ozean

und sein Geist ist voll von großem Mitgefühl.

Buddha selbst hat keine Form,

jedoch manifestiert er sich in Erhabenheit

und leitet uns mit seinem ganzen mitfühlenden Herzen

Seid Meister eures eigenen Geistes, Sinnes und Herzens.

Eines Menschen Geist macht ihn zum Göttlichen (Buddha), oder er macht ihn zu einer Bestie; fehlgeleitet durch Irrtum wird man zu einem Dämonen; erleuchtet – wird man zu einem Göttlichen. Deshalb beherrscht euren Geist und euren Sinn und laßt sie nicht vom rechten Pfad abweichen!“

Die Lehre Jesu

„Das ERSTE GEBOT ist: Der liebende Vater ist Einer;

Liebe deinen Schöpfer mit deinem ganzen Selbst

und mit deiner ganzen Macht!

Das ZWEITE, ebenso wichtig, ist dieses:

Liebe deinen Nächsten, dir gleich!

Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden“

 

Die Lehre Jesu: Das Doppelgebot
Die Lehre Jesu: Das Doppelgebot

Joh 17,11

Vater, bewahre sie in Deiner göttlichen Gegenwart, die ich ihnen vermitteln durfte, damit sie eins sind, so wie Du und ich eins sind.

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Joh 10,30

Der Vater und ich sind untrennbar eins.

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Joh 17,21

Ich bete darum, daß sie alle eins seien, so wie Du in mir bist, Vater, und ich in Dir. So wie wir sollen auch sie in uns eins sein, damit die Welt glaubt, daß Du mich gesandt hast.

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Joh 17,22

Ich habe ihnen die gleiche Herrlichkeit gegeben, die Du mir gegeben hast, damit sie eins sind, so wie Du und ich.

 

Plotin

Plotin, 205 bis † 270 war ein antiker Philosoph. Er war der Begründer und der bekannteste Vertreter des Neuplatonismus. Ab 244 lebte er in Rom, wo er eine Philosophenschule gründete, die er bis zu seiner tödlichen Erkrankung leitete.

Plotin betrachtete sich nicht als Entdecker und Verkünder einer neuen Wahrheit, sondern als getreuen Interpreten der Lehre Platons, die nach seiner Überzeugung im Prinzip bereits alle wesentlichen Erkenntnisse enthielt. Sie bedurfte aus seiner Sicht nur einer korrekten Deutung mancher strittiger Einzelheiten und der Darlegung und Begründung bestimmter Konsequenzen aus ihren Aussagen.

Plotin vertrat einen radikalen idealistischen Monismus (Zurückführung aller Phänomene und Vorgänge auf ein einziges immaterielles Grundprinzip). Das Ziel seiner philosophischen Bemühungen bestand in der Annäherung an das „Eine“, das Grundprinzip der gesamten Wirklichkeit, bis hin zur Erfahrung der Vereinigung mit dem Einen. Als Voraussetzung dafür betrachtete er eine konsequent philosophische Lebensführung, die er für wichtiger hielt als das diskursive Philosophieren.

Religion

Zusammengefasst: Wie es aussieht, war die „alte“ Spiritualität, die sich einige Jahrhunderte vor dem Christentum ziemlich global entwickelt hat, eben diesem Christentum und den anderen Buchreligionen haushoch überlegen und deutlich menschenfreundlicher, aber eben in der Bevölkerung – noch – nicht weit verbreitet. Es war das genau die ganzheitlich non-duale Spiritualität. Nachzuweisen in Indien, China, Ägypten, Nordamerika und auch in Südamerika und – wie ich behaupte, auch bei den mitteleuropäischen Kelten/Druiden.

 

Religion
Religion

Um die „Zeitenwende“ wurde mit der imperialen Idee und dem Christentum das duale Denken als Herrschaftsinstrument mit Feuer und Schwert durchgesetzt. Andere „Religionen“ arbeiten genauso. Das duale Denken fördert auch den Egowahn und hierarchische Systeme und ist bestens geeignet, dauerhafte Herrschaftsstrukturen aufzubauen, die locker auch Revolutionen überstehen, weil ja die Dualität immer zwei Seiten hat. Auch in der aktuellen Krise besteht die große Gefahr, daß die momentane „Gegenbewegung“ von der Machtelite schon wieder instrumentalisiert werden kann. Man macht sie einfach zu den „Guten“ und eine neue Runde beginnt.So wie in Griechenland…. Die Zinszahlungen werden von dem vorgeblichen sozialistischen „Revolutionär“gesichert……

Interessanterweise haben meine Nachforschungen ergeben, daß auch die keltische und germanische „Götterwelt“ erst in der Zeit der „Zeitenwende“ entstanden ist und sich auch auf duales Denken abstützt. Das bedeutet für mich, daß auch das derzeitige sogenannte „Neuheidentum“ eine Parallelentwicklung zum Christentum darstellt, ganz nach dualer Machart. Genau deshalb entwickelt sich auch hier wieder ein Ausschließlichkeitsanspruch, die „richtige Religion“ zu sein und zu haben. Sollte sich sowas je durchsetzen, kann man es schon wieder instrumentalisieren.

Will man eine echte Alternative aufbauen, muß man nach meinem Dafürhalten zunächst den wirklichen, „alten Kern“ herausarbeiten und mit unseren „modernen“ Erkenntnissen ergänzen, was für unser „modernes“ Denken wohl dringend nötig ist.

Die ganzheitlich non-duale Spiritualität/Philosophie ist den dualen Religionen weit überlegen und gefährdet ernsthaft die momentanen Machtstrukturen. Interessanterweise behaupten ausgerechnet Polytheisten wie Monotheisten unisono im alleinigen Besitz der „Wahrheit“ zu sein…..

Weiterführende Literatur:

https://www.amazon.de/Tanz-Geistes-mit-Materie-Isaistempler/dp/3842361653/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1476016005&sr=8-1&keywords=tanz+des+geistes+mit+der+materie

https://www.amazon.de/Transformation-2016-2026-Spirituelle-Irrt%C3%BCmer/dp/3740711515/ref=pd_sim_sbs_14_1?ie=UTF8&psc=1&refRID=FXNF7NP7A527D9Q2206K

https://www.amazon.de/Das-verlorene-Geheimnis-Sexualit%C3%A4t-Ganzheitlich/dp/3740712562/ref=pd_ecc_rvi_4#customerReviews

https://www.amazon.de/Spirituelle-Philosophie-Wissen-Orden-Europa-ebook/dp/B00I3UCOE4/ref=tmm_kin_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=&sr=